Herrentrachtengürtel

Patzleiner fertigt Trachtengürtel (auch Ranzen, Binden oder Gurten genannt) nach individuellen Vorlagen und Wünschen der Kunden. Auch Gürtel mit Pergamentstickerein, die viel älter als Federkielgurten sind, werden hier gefertigt.

Wer für sich für die Anschaffung eines federkielbestickten Gurtes entscheidet, entscheidet sich für echte, kunsthandwerkliche Arbeit. Er erwirbt etwas Einmaliges, Unverwechselbares, Persönliches, dessen Wert über Generationen Bestand hat und jedem Vergleich mit ähnlichen, maschinell hergestellten Produkten Stand hält.

gestern – heute – morgen
ein Kunsthandwerk

Welche Gurte gibt es und wo werden sie getragen?

Es gibt viele verschiedene Modelle federkielgestickter Gurten, von denen man die meisten auch in Südtirol findet. Die gerade Gurte (1) ist in ganz Südtirol verbreitet. Die Breite der Gurten ist in verschiedenen Gebieten unterschiedlich. Die Blattgurte (2), auch Ranzen genannt, wird hauptsächlich im Grenzbereich zu Nordtirol getragen. Bei Gurten mit Keil (3) gibt es zwei verschiedene Ausführungen, eine mit Schlauch, wie bei den Blattgurten und eine mit festem Leder. Dieses Modell ist hauptsächlich im Pustertal verbreitet. Falls die Schließe hinten getragen wird, nennt man die Gurten mit Keil auch Fatschen. Der zirmene Gurt (4) ist ein Gurt, der mit Lederstreifen bestickt wird. Die Streifen sind immer in Farbe und Schlussteile beinhalten fast immer ein Motiv mit Zacken die fast wie Bäume aussehen. Deshalb spricht man vom „Zirmanen Gurt“. Diese Sticktechnik gab es schon vor der Federkielstickerei. Gurten mit Stickereien (5) aus Pergament und Federkiel (Motiv in der Mitte) gehen auf Übergangszeit von der Pergament- zur Federkielstickerei vor ca. 200 Jahren zurück. Sie sind in ganz Südtirol verbreitet.